ArtILLerie 2

Die ArtILLerie geht in ihre zweite Runde

Das Künstlerkollektiv ILL lädt am morgigen Samstag den 10. März ab 18 Uhr in ihr Art-ILL-erie ein! Dort hat sich die Hamburger Streetart Gemeinschaft zusammen gerottet, um ihre Kunst zu präsentieren. Wer das Glück hatte beim letzten Mal der Ausstellung beizuwohnen, dem ist das Ausmaß und der überwältigende Anblick, der einen vermutlich auch dieses Mal wieder erwarten wird, bewusst. Die Euphorie ist berechtigt, denn es werden die Werke von 1010, Alias, Amit, Anus One, Asa, Ase, Dad’s, Duckfame, Flying Förtress, Fritzian Behnsotti, FSHKOP, Gerdt, Haenger Man, Heavi, Hiding Elefants, Holm, Horst #1, KBS, Keim, Koolski, Laugh, Lobo, Los Piratoz, Loup, Low Bros, Mais, MAK’EM, Myst, Olf, Pirho, Prost, Push, Roy Robsen, Simple, Sinep, Süfe, Superfatcat, Tona, TOY TOY, USP, Vampo, Vonzo, Xuli, Zetbe, Zipper die Rakete, und noch viele mehr zu bewundern sein.

Mehr als der Zeitpunkt und die Namen der vermutlich beteiligten Künstler, die sich lesen wie das Who-is-Who der Hamburger Post Graffiti Szene, ist bist dato nicht bekannt. Der Ort der Ausstellung ist ein großes Mysterium, welches, laut ILL, erst am Tag der Veranstaltung in Form eines Rätsels samt Schatzkarte bekannt gegeben wird. Am Samstag Nachmittag dann, werden sich Hamburgs Kunstinteressierte durch einen abgelegenen Ort unserer Hansestadt schlängeln, um am Ende in einen Raum voller Entdeckungen zu kommen.

Eines ist bereits jetzt klar. Diese Ausstellung ist alles andere als eine klassische Kunstausstellung. Sie verkörpert vieles was Streetart ausmacht. Die Artillerie bewegt sich fernab von kommerziellen Motiven und Prestige-Allüren. Sie erhält, beinhaltet und zelebriert das, was die Straßenkunst ausmacht. In vollkommener Anonymität steht nur das Kunstwerk im Vordergrund. Der Einzelne und Schaffende nimmt sich vollkommen zurück. Der Reiz des Illegalen bleibt bei der Ausstellung vollkommen erhalten. Die Umgebung wird aufgegriffen und eingebunden. Der Betrachter muss und darf entdecken, das Kunstwerk selber, und im Falle der Artillerie ebenfalls die Ausstellung.

Wer das Kollektiv und Phänomen ILL in den letzten Jahren in denen sie zu einer festen Instanz im Hamburgs Straßenbild und Kulturleben geworden sind, beobachtet hat, dem wird, wie auch uns, aufgefallen sein, dass genau diese Charakteristiken zu ihrem Steckenpferd und Motiv geworden sind. Sie fördern und fordern die lokale Kulturwelt, schaffen eine Plattform nicht nur für Kunst sondern ebenfalls für Musik und politische Botschaften. Sie unterstützen so eine spannende Vielseitigkeit, welcher Nährboden ist und zugleich offen für alle. So steckt auch hinter der Artillerie eine aussagekräftige Botschaft. Die Artillerie zeigt auf, wie verbreitet der Leerstand in Hamburg ist und weist gleichzeitig aktiv darauf hin wie diese Freiräume kreativ genutzt werden könnten. Sie regt an zur Mitgestaltung und freier Entfaltung. Durch ihre Illegalität provoziert sie Reaktionen und schafft Hinweise zur Verbesserung.

Wir sind gespannt was uns erwartet, wenn am Samstag der Startschuss zu einer geheimnisvollen Entdeckungsreise der ganz besonderen Art geben wird. Die Hinweise samt Schatzkarte werden unter folgendem Link erscheinen:

tinyurl [punkt] com [slash] artillerie2

Den Ort der Ausstellung findet Mensch mit diesem Koordinatensystem. Zur Anleitung.

Zur Einstimmung und zum Schüren von nachhaltiger Vorfreude hier einige Eindrücke und Bilder von der letzten Artillerie:

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